Deutschlands Hoffnung auf den WM-Titel heißt nicht nur Reus, Kroos oder Gomez – sondern auch MegaBit, deto und Nraseck7

In eSports, FIFA 18

Während im konventionellen Fußball Bundestrainer Joachim Löw sein endgültigen Kader preisgab (und nebenbei bemerkt für Überraschung sorgte, als er den weltklasse Nachwuchstalent Leroy Sané nach Hause schickte), dürfen sich seit vergangenem Wochenende die 32 besten FIFA 18 Spieler auf ihre Teilnahme am Finale des FIFA eWorld Cups (FeWC) am 2. August in London freuen.

Unter den 16 besten PlayStation- und 16 besten xBox-Spielern befinden sich gleich acht Deutsche, was die Bundesrepublik hierbei zum zumindest zahlenmäßig dominantesten Teilnehmer macht, noch weit vor Frankreich, welches nur drei Spieler zum Grand Final im August nach London schicken wird.

Bevor jedoch jetzt schon jemand mit Siegesgewissheit in Feierlaune verfällt (eben weil ein Viertel aller Nominierter Deutsche sind), sollte an das letzte Jahr erinnert werden.
Deutschland zeigte eine ähnlich starke Präsenz an Teilnehmern, am Ende konnte jedoch der Brite Spencer „Gorilla“ Ealing den Titel des (damals noch so genannten) FIFA Interactive World Cup Champions für sich beanspruchen.

Die 32 Profigamer haben sich vergangenes Wochenende in Amsterdam für das große Finale qualifiziert, in dem sie sich nicht nur in den Global Series Qualifiers unter Millionen von Teilnehmern behauptet haben, sondern auch in einem der beiden darauffolgenden Global Series Playoffs, zu überzeugen wussten.
Schon in den Playoffs sind aus den Millionen von Teilnehmern nur noch die besten 128 übrig, sodass Spielniveau und auch Ehrgeiz dementsprechend sehr hoch ausfallen.
Üppige Preisgelder für die Playoff-Besten tun ihr Übriges, sodass man schon diese Vorrunde des eigentlichen Events getrost als eigenes Turnier ansieht und nicht auschließlich als „normale Qualifikationsphase“ mit der „Hauptsache weiterkommen“-Devise.

Doch wie stehen die Chancen für unsere Hoffnungsträger, auch wirklich den Titel in die Bundesrepublik zu holen?

esportstime.de gibt euch folgend nicht nur einen kurzen Überblick über die Spieler, wir klären auch gleich die Frage, wer in welcher Gruppe gelandet ist und können damit zumindest eine vorsichtige Prognose geben.

Gruppe A:

Der Vfl Bochum-Spieler Michael „MegaBit“ Bittner wurde souverän Sieger der xBox-Playoffs, dominierte sogar den letztjährigen Grand Finalisten „AFC Ajax Joe“ und findet sich unter anderem in einer Gruppe mit Dani „AFC Ajax Dani“ Hagebeuk wieder.
Auch ist beispielsweise Kurt „kurt0411“ Fenech aus Malta, der den Deutschen „S04 Tim Latka“ deutlich mit 6:3 im Rückspiel besiegte, in Gruppe A vertreten.
Unter Experten gilt MegaBit als einer der Favoriten des Turniers, darüber hinaus hat er mit der Gruppenverteilung vergleichsweise Glück.
Fazit: eine realistische Chance auf den Titel durch einen Spieler in Topform und nicht allzu übermächtiger Konkurrenz, zumindest in der Gruppenphase. Man sollte MegaBit auf jeden Fall im Auge behalten.

Gruppe B:

Gleich zwei Deutsche in der, laut Experten und Community, stärksten Gruppe des Turniers.
50% der twitter-User, die vom offiziellen FIFA-Account befragt wurden, welches die „Group of Death“ sei, gaben für Gruppe B ihre Stimme.
Nachvollziehbar, denn nicht nur der amtierende Weltmeister „Gorilla“ aus Großbritannien ist hier vertreten, auch der Gewinner des FUT Champions Cups in Manchester, Mosaad „Falcon MSDossary“ Aldossary aus Saudi-Arabien und der momentan in Bestform spielende Franzose Fouad „Rafsou“ Fares startet in Gruppe B.
Somit haben es die beiden Deutschen, Niklas „NRaseck“ Raseck und Lukas „Sakul“ Vonderheide wahrlich nicht leicht, sich in der Gruppenphase zu profilieren.
Andererseits darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass gerade NRaseck regelmäßig bei größeren Turnieren zur Höchstform aufläuft und auch international einige große Erfolge vorweisen kann.
Vielleicht schafft er ja dieses Mal seinen bisher größten Triumph mit dem WM-Titel.
Fazit: Die wohl spielerisch stärkste Gruppe verheißt wohl auch die spannendsten Matches. Eine zuverlässige Prognose kann hier nicht einmal der versierteste Experte geben, auch wenn die Hoffnungen bei den Meisten mehr auf NRaseck ruhen, als auf Sakul.
So oder so, unsere Profis aus Gruppe B haben es nun wirklich nicht leicht.

Gruppe C:

Eine ebenfalls relativ starke Gruppe, in der sich die beiden Deutschen, ManCity-Spieler Kai „deto“ Wollin, amtierender Vize-Weltmeister des FIWC 2017, und Philipp „Eisvogel“ Schermer, beweisen müssen. Denn hier ist unter anderem auch Nicolas „Nicolas99fc“ Villalba vertreten, Sieger der PS4-PlayOffs und vielen Experten nach der aktuell stärkste FIFA-Spieler der Welt.
Offensiv höchst gefährlich und mit einer langen Siegesserie im Rücken wird er ein ehrfurchtsvoller Gegner für den FeWC-Dubütanten Eisvogel, aber auch für den WM-Veteranen deto, der schon öfter in der Nähe des begehrten Titels war, ihn aber nie ganz erreichen konnte.
Zwar wird nicolas99fc sicherlich der härteste Gegner sein, jedoch sollte man auch den Schweden Ivan „Boras“ Lapanje nicht unterschätzen.
Fazit: Eisvogel wird er voraussichtlich etwas schwerer haben, er zeigte schon bei den PlayOffs ungewöhnlich durchwachsene Leistungen und schaffte nur knapp den Einzug ins Finale. Ob er mit dem Niveau auch weiterhin mithalten kann, bleibt fraglich. Allerdings ist 2018 sein erstes Jahr als professioneller eSportler, daher dürfte allein die Teilnahme an den Grand Finals schon ein großer Erfolg sein.
Für den zweiten Deutschen, deto, sehen Experten die Chancen besser, auch wenn die Konkurrenz und allen voran nicolas99fc nicht unterschätzt werden sollte.

Gruppe D:

Unter den Spielern aus der Gruppe D sind gleich drei Deutsche, neben dem Zweitplatzierten der PlayOffs, Bayer 04 Leverkusen Spieler-Marvin „M4RV“ Hintz,
auch Mohammed „MoAubameyang“ Harkous, sowie Tim „TheStrxngeR“ Katnawatos vom FC Basel. Letzterer zählt aktuell zu den besten Spielern Europas und ist amtierender virtueller Bundesligameister, nicht wenige setzten ihre Hoffnungen auf ihn.
Zwar hat auch MoAubameyang von Team Expert, mehrmaliger ESL-Meister, gute Chancen, allerdings sehen Experten seine Leistung nicht so konstant wie bei anderen Deutschen Teilnehmern.
Die schwerste Probe dürfte jedoch der Däne August „Agge“ Rosenmeier stellen.
Der ehemalige Weltmeister kann sein spielerisches Können zwar momentan ebenfalls nicht gewohnt konstant umsetzen, allerdings spielt er an guten Tagen noch immer herausragend.
Auch auf einen weiteren Dänen sollte man achten: Marcus „Marcuzo“ Jörgensen konnte sich in der letzten Zeit stark entwickeln und zeigte bis zuletzt, bei den PlayOffs in Amsterdam, eine herausragende Leistung.
Fazit: In Gruppe D sind die Chancen vergleichsweise gut. Top-Spieler treffen zwar auf starke, aber gleichzeitig nicht unschlagbare Konkurrenz. Gut möglich jedoch, dass sich die Deutschen gegenseitig rauswerfen werden.

Der FeWC 2018 findet am 2. August in London statt.
Selbstverständlich wird esportstime.de euch auch weiterhin mit den wichtigsten Infos rund um das größte FIFA-Turnier versorgen.

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