2018 als NOOB mit Overwatch beginnen

In Games, Overwatch
Overwatch NOOB Teaser

Es ist das Jahr 2018, ich bin Mitte 30 – passend zur Raumtemperatur – und ein NOOB in Overwatch. Wie gelingt mir der Einstieg, wie ist die Community, wie schnell findet man in das Spiel hinein? Ich sag’s euch!

Nachdem ich bereits LoL angefangen habe zu spielen und bis dato noch immer spiele, habe ich mich nun auch an Overwatch herangetraut. Die Systemanforderungen sind recht moderat, so kam ich in den Genuss von hohen Framerates und schöner Grafik – danke Blizzard!

Erster Eindruck

Overwatch kommt aus dem selben Hause wie Heroes of the Storm und das merkt man auch. Die Grafik ist ähnlich, das Spiel ordentlich detailverliebt. Überhaupt könnte man sagen, Overwatch ist als Gesamtes ein wenig wie Heroes of the Storm, aber in 3D-Egoperspektive. Was nicht zuletzt daran liegt, dass es inzwischen immer mehr Helden aus Overwatch in HotS als spielbarer Charakter geschafft haben.

Die Menüs sind flüssig animiert und man findet sich schnell zurecht. Alles ist selbsterklärend und weit weniger unübersichtlich, wie zum Beispiel die Vielzahl an Menüs und Statistiken, die einem am ersten Bildschirm in LoL geboten werden. Die Steuerung ist recht simpel, damit schnell erlernt und geht schnell ins Blut über. Wer mag, kann sich die Maus-Empfindlichkeit ein wenig nach oben drehen.

Overwatch Screenshot Training
Am besten mal fleißig trainieren…

NOOB-freundlich?

Was mir, als NOOB, sehr positiv aufgefallen ist: Das Game nimmt mich bei der Hand. Wie durch den erfahrenen, ersten Sexualpartner, wird man langsam in die Materie eingeführt, kein Schritt zu weit, keine zu rasche Bewegung. Hier wird man als NOOB mit Samthandschuhen angefasst. Das gefällt. Echte Hardcore-Enthusiasten können sich natürlich auch gleich direkt in die ersten Matches werfen.

Für alle Anderen, erklärt ein erstes Tutorial die Steuerung und die Prinzipien des Gameplays. Das habe ich schnell kapiert und freue mich gleich über einige Trainingsmatches. Perfekt für Anfänger, die nicht nur das Spiel an sich kennenlernen müssen, sondern deren Reflexe auch mal ordentlich aufpoliert gehören. Wie meine.

Hier geht es gegen die KI in die Schlacht, man kann sich mit den Helden vertraut machen und die Karten kennenlernen. Beides ist für das taktische Gameplay von großer Bedeutung. Wo liegen die Choke-Points auf den Karten, wo kann ich jemanden abfangen? Nicht nur die eigenen Helden sind wichtig (in wessen Nähe werde ich geheilt, hinter welchem Fleischklopps kann ich mich verstecken?), sondern auch die Gegner muss man kennen.

Gameplay

Aufgrund dieser Erfahrungen fällt es leichter primäre Ziele zu wählen. Generell erinnert Overwatch auch von der Spieldynamik her wieder sehr an HotS. Ein Tank, zwei Damagedealer, ein Heiler und ein Unterstützer wären die klassische Teamzusammenstellung. Je nach Karte auf der gespielt wird, machen unterschiedliche Helden und Teams Sinn. Ein klein wenig „Stein-Papier-Schere“ schwingt hier im Hintergrund mit und die Balance wirkt stets wohl überlegt. Die Super-Attacken der Helden runden das Gesamtpaket und die Team-Balance gut ab.

Overwatch Screenshot Team
Overwatch bietet eine breite Auswahl an Helden.

Wer kann mit welchen Attacken welche Passagen der Karte am besten absichern, werden die Kämpfe eher aus der Ferne oder Held VS Held geführt? Ist es sinnvoll Helden zu spielen die hohen Einzelschaden oder eher Gruppenschaden machen? Junkrat zum Beispiel profitiert natürlich eher von engen, verwinkelten Karten.

Zu diesen taktischen Überlegungen findet man, wenn man das will – und spätestens in gewerteten Matches sollte man das wollen – online ausreichend Guides, Statistiken und Blogs.

Community

Die Community um Overwatch ist äußerst aktiv und verglichen mit anderen, hoch kompetitiven Games sehr „welcoming“. Hier wird weniger geprotzt, gestritten und der virtuelle „Pimmelvergleich“ bedient, als in anderen MOBAs. Was nicht heißt, dass einem laufende Dummheiten verziehen werden. Wie gesagt, spätestens, wenn man sich in die gewerteten Matches stürzt, sollte man schon einige Stunden Spielerfahrung haben – dort wird schon einmal eine vermeidbare Blödheit mit verbaler Gewalt vergolten.

Für jemanden, der gerne Counter Strike auf hohem Niveau spielt, wird Overwatch wie ein Kinderspiel erscheinen. Ähnlich wie sich Dota 2 Spieler gegenüber HotS Fans fühlen müssen. Doch all diese Spiele haben ihre Daseinsberechtigung. Man kann es auch so sehen, je mehr Leute Overwatch und HotS spielen, desto weniger NOOBS gibt es in Dota 2 und Counter Strike, die einem auf die Nerven gehen könnten! 😀

Overwatch Screenshot Action
Es geht rund…

Kosmetische Items

Selbstverständlich gibt es in Overwatch einen Haufen kosmetischer Items. Unmengen. Viele davon sind aus meiner Sicht hier, wie auch in HotS, sinnlos. Zum Beispiel die Spray Items. Neue Kostümvarianten für den Lieblingshelden sind allerdings immer gerne gesehen.

Hier ist so gut wie alles durch fleißiges Spielen freischaltbar (es dauert haber), so macht es mir auch nichts, wenn sich andere Leute fleißig durch Echtgeld an besagten Items bereichern. Gezielt kaufen kann man hier sowieso kaum etwas, man kauft eben Loot-Kisten mit denen man Chancen auf die Items seiner Wahl hat. Aber eben nur Chancen.

Fazit

Overwatch wurde natürlich so konzipiert, dass es viele Leute anzieht (große Vielfalt an Helden und Karten), auf den meisten Rechner läuft und Spieler jeden Skill-Levels etwas zu tun finden. Ich finde, dies wurde gut gelöst. So gibt es, aufgrund der Unterschiede bei den Helden, auch Helden, die für NOOBS besser geeignet sind als andere.

Gleich zu Beginn, macht man zum Beispiel mit Soldat 76 erste Bekanntschaften. Dies ist ein äußerst ausgeglichener Held, mit dem man wunderbar ein Gefühl für die Schlachten bekommen kann. Auch seinen Beitrag an Damage und Area-Control sowie ein wenig Passivheilung kann er leisten. Er ist Teil fast jeden ausgeglichenen Teams.

Die meisten erfahrenen Spieler lassen den Noobs die Wahl, einen dieser „einfacheren“ Helden zu spielen, da sie wissen: Es ist besser wenn der NOOB einen Helden spielt, den er halbwegs unter Kontrolle hat. Eine offene Kommunikation bezgl. Tipps und Strategien zu den Karten, direkt im Spiel, führt auch meist zu freundlichen Antworten. Auch der Voice-Chat läuft meist gesittet ab.

So wie ich Heroes of the Storm ein wenig als Trittbrett zu komplexeren Games wie LoL und Dota 2 empfinde, denke ich auch über Overwatch. Wer einmal etwas Wettkampfluft schnuppern will, ohne gleich sein Leben gegen das eines professionellen eSportlers tauschen will, wird mit Overwatch einen sanften Einstieg in dieses aufregende Genre finden!

Bildquellen

  • Overwatch Screenshot Training: Marco
  • Overwatch Screenshot Team: Marco

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